Bioimpedanzanalyse

Mit Hilfe der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) kann man die Körperzusammensetzung bestimmen: Sie ist mit mehr als 2000 Fachpublikationen die in Bezug auf Genauigkeit, Aussagekraft und Standartisierung validierte Methode der Wahl zur Bestimmung der Körperzusammensetzung. Es liegen nun nun wissenschaftlich und statistisch abgesicherte Normalwerte für den Fettgehalt und die Muskelmasse unterschiedlicher Geschlechter und Altersklassen von der Geburt bis 100 Jahren unter Berücksichtigung unterschiedlicher menschlicher Rassen vor.

So wird die BIA durchgeführt:

Entspannt auf dem Rücken liegend werden dem Patienten Klebeelektroden auf die abgewinkelten Extremitäten plaziert und mit einem 0,8 mA starken Wechselstromsignal bei 50kHz der Widerstand (=Impedanz) des Körpers gemessen. Der gemessene Widerstand ist abhängig von der Länge der Messtrecke und vom Volumen sowie der Zusammensetzung des Körpers aus unterschiedlich leitfähigen Geweben. Zwei weitere Elektroden dienen der Messung des Spannungsabfalls und der Phasenverschiebung im erzeugten elektromagnetischen Feld.

Zwei Messwerte sind für die Analyse der Körperzusammensetzung dann von Bedeutung:

Der Widerstand R, der durch die Körperflüssigkeit und die darin enthaltenen Elektrolyte definiert ist und der sogenannte Xc-Anteil als kapazitiver Widerstand, der als Summe aller Membrankapazitäten Rückschlüsse auf die Quantität der Körperzellmasse und die Qualität der Körperzellen erlaubt, denn nur mit geringer Schwankung besteht die fettfreie Masse zu 74% aus Wasser. Fettgewebe wirkt hingegen als Isolator mit schlechter elektrischer Leitung und hohem Widerstand (R). Hohe Xc-Werte weisen auf einen guten energetischen Zustand, also gesunde Zellen hin.

Mangelernährung oder Erkrankungen zeigen charakteristische Abweichungen, die sich typisch im Verhältnis der beiden Widerstände widerspiegeln.

Dieses Verhältnis wird Phasenwinkel genannt:

Je höher der Phasenwinkel, desto höher der Xc-Anteil am Gesamtwiderstand, desto gesünder und trainierter die Körperzusammensetzung. Krankheiten, Fehl- und Mangelernährung, körperliche Inaktivität reduzieren dagegen den Phasenwinkel.